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02. August 2007

Der größte Corporate Publisher der Welt

Publikumsverlage sind nicht mehr hipp. Klar – Hefte mit Inhalten zu bestücken für Leser die dem Verlag weitestgehend unbekannt sind ist unsexy. Viel spannender ist es doch Periodicals als Platform für eine virtual Community herauszugeben deren Interests genau bekannt sind, weil das Involvement der Leser extrem hoch ist was letztlich zu higher Revenues führt.

Ob nun die Hipness oder die Revenues der Beweggrund sind sei dahingestellt. Vermutlich ist es eine Mischung aus beidem, die G+J dazu bewegt, ein weiteres Community-Magazin aufzulegen. Auf das im Mai gestartete ebay-Magazin soll nun ein Titel für die Xing-Mitglieder folgen. Nach Informationen von HORIZONT arbeitet die Kölner Verlagstochter „Capital“ bereits mit Hochdruck an der Nullnummer die schon im Herbst getestet werden soll.
Warum das Magazin allerdings wieder nicht unter dem Dach der CP-Tochter G+J Corporate Media läuft ist nicht bekannt. Denn nach Aussage von Bernd Buchholz, G+J-Vorstand, handelt es sich um eine „Print-Verlängerung einer populären Internetmarke“, und damit um eine klassische Unternehmens-Publikation. Die Mär eines unabhängigen Titels, die Andreas Petzold, Geschäftsführer des ebay-Magazins und Stern-Chefredakteur, bereits vor der Einführung des ebay-Magazins erzählte, wird hier vermutlich fortgeschrieben. Fraglich nur, wer sie glaubt. Denn eine Marke wie Xing, die ausschließlich vom Vertrauen ihrer Mitglieder lebt, wird ein Magazin mit gleichnamigem Titel ganz bestimmt nicht gänzlich und ohne Mitspracherecht an einen Verlag vergeben.

Auch wenn das neue Xing-Magazin eine weitere Mogelpackung aus dem Hause G+J sein wird, so bleibt im Sinne des journalistischen Anspruchs dennoch zu wünschen, das die Capital-Entwicklungsredaktion die nötige Hipness aufbringt, die den ebay-Entwicklern offenstichtlich fehlte. Denn eines ist klar, wenn das Xing-Magazin ähnlich erbärmlich aufgemacht ist wie die ebay-Postille, dann wird es ganz schnell an Attention verlieren.

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Und das wäre für G+J der strategische Gau. Denn nur wenn das Xing-Magazin funktioniert ist das avisierte Ziel erreichbar – der größte Corporate-Publisher der Welt zu werden. Fantastic.

12. Juli 2007

Jetzt `ne Zeitschrift

Über den hohen Einfluss von Zeitschriften auf ihre Rezipienten haben wir hier bereits im April schon einmal berichtet. Mit „Jetzt ’ne Zeitschrift“ startet der Verband der deutschen Zeitschriftenverleger (VDZ) nun eine Kampagne, die den Stellenwert des Mediums noch stärker hervorheben soll. Mit emotionalen Motiven werden Stärken und Besonderheiten des Mediums aus Sicht des Lesers herausgestellt.

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Die Kampagne läuft primär in aufmerksamkeitsstarken Publikumszeit- schriften und wird über weitere Werbemittel wie Poster und Citylights gestützt. Mit einem Fotowettbewerb zum besten Kampagnenmotiv setzt der VDZ auf „user-generated-content“ und beweist damit, dass er den neuen Einflüssen des Web 2.0 durchaus offen gegenübersteht. Noch bis zum 30. September können Websitebesucher am Jetzt`ne Zeitschrift Fotowettbe- werb teilnehmen. Von den zehn Motiven mit den meisten Stimmen, werden von einem Gremium des VDZ die drei besten ausgewählt.

Grundsätzlich eine schöne Idee. Ob damit allerdings das Auflagensterben gestoppt werden kann bleibt zu bezweifeln.

via CP-Lounge

Hier schreiben Fachautoren über neue Trends und Entwicklungen des Corporate Publishing auf dem deutschsprachigen Markt.