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03. November 2008

Blick in die Glaskugel: "McCain wins by one vote"

Amerika hat gewählt. John McCain ist der neue Präsident. Und DU warst das Zünglein an der Waage. DEINE Stimme hat über das Schicksal einer ganzen Nation entschieden.

Sie denken so etwas gibt's nur im Film? Falsch gedacht! Ein Ausschnitt des renommierten US-Nachrichtensenders "CNNBC" zeigt die bittere Realität:


Wie man sich als Zünglein an der Waage fühlt hätte die Redaktion des CP-Blogs gerne vom Schicksalsentscheider erfahren. Doch dieser hüllt sich in Schweigen. "Kein Kommentar" war die einzige Aussage, die seinem Pressebüro bisher zu entlocken war.

29. August 2008

Auferstehung des Messias

Er ist wieder da! Wer? Na der passionierte Sommerfrischler und Zimmermannssohn der vor rund 2.000 Jahren schon einmal einen ausgedehnten Spaziergang über den See Genezareth wagte. Jetzt ist er zurück. Im Gewande eines Profigolfers schlendert er über einen mit Seerosen gezierten Teich. Experten sprechen schon jetzt vom „Incredible walk of the tiger."

So oder ähnlich könnte der Aufmacher zum Viral-Spot von Electronic Arts (EA) mit Profigolfer Tiger Woods lauten. Zur Geschichte: Ein User des Golf-Computerspiels „Tiger Woods 08" hatte die Spielemacher von EA per Video auf einen vermeintlichen Fehler in der Programmierung hingewiesen. Im seinem Video ist zu sehen, dass der digitale Mr. Woods einen Ball aus einem Teich wieder auf's Grün schlägt und einlocht:

Soweit so faszinierend. Doch viel faszinierender als der im ersten Augenblick recht unmöglich erscheinende Golfer-Kniff ist der progressive Umgang von EA mit diesem Video. Anstatt sich beim User in langen E-Mails peinlichst zu erklären, haben die Marketiers von EA kurzerhand mit einem Beweis-Video geantwortet, das es sich hier ganz sicher nicht um einen Programmierfehler handelt. Tiger Woods beweist live on stage das er a.) über's Wasser gehen und b.) von dort in gewohnter Profi-Manier abschlagen kann:


Besser, authentischer und glaubwürdiger kann man wohl mit einer solchen Kritik nicht umgehen. Respekt und Gratulation an die EA-Markters. Because it's even not a bug, it's a feature!

02. Juli 2008

Hello - I'm a PC

Hello, I'm a Mac - and I'm a PC. Na, erkannt? Klar! Das Format gibt es ja auch schon länger. Aber die Marketing-Cowboys von Apple legen mit jedem neuen Spot bei der Ideenfindung einen drauf.

Der absolute Hammer ist die neue Episode "Sad Song", in dem Mr. PC Sir Mac sein Leid-Lied singt - absolute weltklasse. Da stimmt einfach jedes Detail.

Aber auch die restlichen Episoden sind alle mit dem nötigen Augenzwinkern gemacht, so das man sich die Spots gerne auch zwei, drei Mal ankuckt und sie an Freunde und Bekannte streut.

Ein einfaches, billig zu produzierendes Format mit enormer Wirkung und skalierbar bis zum St. Nimmerleinstag. Viral Marketing at it's best. And how about you - PC or Mac?

Alle erschienenen Episoden seit 2006 gibt's hier.

15. April 2008

Vom Lesen der Auslese

Die Suche nach dem Besten des Besten beschäftigt heutzutage viele – Weincreateure, Fußballvereine, Talentscouts. Auch im Marketing geraten zunehmend die Besten oder die Obersten ins Visier. CEOs zum Beispiel. Was für den Weincreateur und seine Leseratten glücklicherweise eine saisonale Besonderheit in überschaubarem Zeitraum ist, plagt daher viele Kommunikatoren Tag ein Tag aus. Dabei geht es allerdings nur im übertragenen Sinn um die Suche nach der süßesten Beere. Vielmehr gilt es sich der Herausforderung zu stellen: Wie erreichen unternehmerische Botschaften die Top-Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft?

Dieser Frage geht Torsten Oltmanns, Global Marketing Director bei Roland Berger, in seinem neuen Buch „Eliten-Marketing – Wie Sie Entscheider erreichen“ nach. In seinem 200 Seiten umfassenden Werk liefert der Marketingspezialist ganz neue Ansätze in der Eliten-Ansprache. Als Basis dient dabei eine neuartige Segmentierung der Entscheider in drei unterschiedliche Kategorien: Der „Orchestermusiker“ bildet dabei das erste Aggregat und erfasst junge Führungskräfte am Anfang ihres Karrierewegs. Während der „Dirigent“ bereits im Olymp des Managements angekommen ist und die Speerspitze unter den Top-Entscheidern bildet ist es am „Solisten“, zwischen den eher fachlich getriebenen „Orchestermusikern“ und den strategisch geprägten „Dirigenten“ zu vermitteln. Das heißt: Mit jeder dieser Entscheiderzielgruppen ist unterschiedlich zu kommunizieren. Wie, dazu liefert Oltmanns Buch wertvolle Ansätze.

„Mehr als dreiviertel aller Führungskräfte fühlen sich heute vom B2B-Marketing belästigt,“ lässt Oltmanns wissen. „Es wird also höchste Zeit, dass sich das Marketing mit den Bedürfnissen dieser sehr anspruchsvollen Entscheiderzielgruppe auseinandersetzt.“ Neben Torsten Oltmanns zeigen zehn weitere Autoren aus Medien und Marketing praxisnahe Beispiele für die Erschließung dieser schwer zu erreichenden Zielgruppe auf. „Entscheider-Marketing“ liefert damit wertvolle Einsichten und spannende Einblicke in das Informationsverhalten von Top-Entscheidern.

Viel Spaß beim Lesen – im doppelten Sinne versteht sich!

08. April 2008

Im Interview: Bernd Röthlingshöfer

Endlich kam ich dazu das schon Ende letzten Jahres aufgezeichnete Interview mit Bernd Röthlingshöfer aufzubereiten.

Im Rahmen einer Münchner Marketingveranstaltung sprach ich mit dem Chefredakteur und Blogspezialisten darüber, warum klassische Werbung tot ist, inwiefern Blogs mittelfristig unsere Leitmedien ersetzen und weshalb die Glaubwürdigkeit von Fachjournalisten immer weiter in den Keller rauscht.

Link: sevenload.com

Zur Person: Bernd Röthlingshöfer ist Chefredakteur des Fachmagazins "WerbePraxis aktuell". Seit 2003 betreibt er hier außerdem sein eigenes Weblog mit dem er bereits zeitweise zu den Top 100 Business Blogs in Deutschland zählte. Röthlingshöfer ist außerdem Autor zahlreicher unkonventioneller Marketingbücher.

21. Februar 2008

Fullservice: Um Gottes willen

„Ihr Magazin ist wirklich das Beste was ich im CP-Bereich je gesehen habe. Aber ab morgen stellen wir es ein.“ Die Worte des Marketing-Managers treffen den Chefredakteur der CP-Agentur voll auf die Zwölf. Damit hat er nun wirklich nicht gerechnet. Warum auch. Schließlich hat er unter vollstem Einsatz seines Intellekts Ausgabe für Ausgabe ein Magazin geschnitzt, das im CP- und Publikumsbereich seinesgleichen sucht. Zurück in der Agentur und vom ersten Schock erholt verkündet er in der Redaktionsküche lauthals die Einstellung seines Magazins und echauffiert sich im Kreise der Kollegen über den Kunden und dessen fehlenden Feingeist. Hat dieser doch noch nie den wahren Wert des Magazins verstanden. Die Kollegen bestätigen ihn natürlich. Schließlich haben die anwesenden alten CP-Schlachtrösser so etwas schon häufig erlebt und wissen nur zu gut, dass ein handelsüblicher Marketier auf Unternehmensseite den geistig hochwertigen Ergüssen eines Redakteurs ohnehin nicht folgen kann. Eine Lösung des Problems ist damit leider nicht in Sicht. Dabei wäre diese so einfach.

Fullservice heißt sie und bedeutet folgendes: Ich konzipiere ein Magazin. Danach setze ich es um. Kümmere mich um aktuelle Adressen meiner potenziellen Zielgruppe. Versende das Magazin an selbige. Telefoniere nach um zu hören, wie das Magazin gefällt. Aktualisiere bei dieser Gelegenheit Adressbestände und Telefonnummern. Lerne über Leserbefragungen meine Zielgruppe besser kennen. Setze ein CRM-System auf, das dem Kunden über die Magazinkommunikation hinaus zur Verfügung steht – zum Beispiel für den Vertrieb. Und siehe da: Plötzlich bekommt die CP-Agentur einen ganz anderen Dienstleisterstellenwert. Der Vertrieb finanziert das CRM-System mit, dessen Technik-Hoheit natürlich beim CP-Anbieter liegt. Außerdem wird die Adressbeschaffung vom Vertrieb künftig generell über den CP-Dienstleister abgewickelt, weil dieser – natürlich mit einem kompetenten Partner – schon bei der Erstbefüllung des Systems ganze Arbeit geleistet hat. Tintenfischartig saugt sich die Agentur so in vielen unterschiedlichen Unternehmensbereichen fest was dazu führt, dass Entscheidungen über den Fortbestand des CP-Titels künftig eine viel größere Tragweite bekommen. Vorausgesetzt natürlich, dass der Fullservice-Ansatz sich auch im redaktionellen Konzept des Magazins wiederspiegelt. Es müssen ja nicht gleich Gewinnspiele und plumpe Adressabfragen sein. Aber Nutzwertthemen kombiniert mit Telefonhotlines wären doch ein Anfang. Doch das ist dem feuilletonistischen CP-Redakteur natürlich schon wieder zu banal. Und wenn für Marketingaktionen im Heft auch noch der Seitenumfang reduziert werden muss, dann ist der epileptische Anfall im Redaktionsbüro nicht mehr weit. Bevor das heilige, reine Magazinkonzept vom Marketingbazillus erfasst wird läst man es lieber sterben. Umgebracht hat es dann allerdings der Kunde. Klar – gemordert wird ja immer nur in der Unterschicht. Warum dann nicht auch im Kommunikationsprekariat.

29. Oktober 2007

Fight for Kisses

Kinder sind doch was nettes. Nein, sie sind nicht nur nett sie sind irgendwie so, wie sagt man – richtig so duziduziduzi. Ach, wer hegt ihn nicht, den Wunsch nach einem kleinen Quälgeist der einen die nächsten Jahre um die verdiente Nachtruhe bringt. Einer, der den ohnehin schon immer dünner werdenden Geldbeutel bis zum äußersten strapaziert weil er im Monatsrhythmus seine Kleidergröße wechselt und ganz nebenbei mit seiner verdammten Ungeschicklichkeit unaufhaltsam die teuer zusammengesparten Designermöbel aufarbeitet. Aber damit nicht genug. Zu allem Überfluss bucht sich die kleine Nervtöle auch noch die komplette Aufmerksamkeit von Muttern.

Für all jene die sich in dieser Alltagsbeschreibung wieder finden hat Wilkinson nun endlich eine Lösung parat. Mit der Kurzgeschichte "Fight for Kisses" zeigt der Klingenexperte einen Ausweg für zuneigungshungrige Väter. Allerdings nicht ohne Nebenwirkungen: Am Ende schlägt die Zwergenarmee unerbittlich zurück. Aber sehen Sie selbst:

02. Oktober 2007

Bingo

Virales Marketing - auf diesen Namen hört die Sau, die gerade durch downtown Medienhausen getrieben wird. Wie gutes VM - wir sind schließlich Profis und uns sind selbst Abkürzungen geläufig, die noch gar nicht erfunden sind - funktioniert, zeigt unter anderem der IBM-Spot. Ob die Damen und Herren im Plenum wohl auch "Virales Marketing" als eine Option auf ihrem Bingozettel hatten?

Neben IBM zeigt auch FRoSTA, wie man aus einem klassischen TV-Werbespot einen witzigen, viralen Beitrag stricken kann.

Originalspot: FRoSTA "Gourmet Mahlzeit"

Viral die erste: FRoSTA "geteilte Töpfe"

Viral die zweite: FRoSTA "Peters frischer Fisch"

Übrigens: Nicht nur der IBM-Spot geht zur besten Sendezeit über den Äther. Auch der Hersteller von Tiefkühlgerichten hat seine beiden abgewandelten Spots mehrfach im "relevanten TV-Umfeld" ausgestrahlt, wie es bei FRoSTA politisch korrekt formuliert wird. Mein Tipp für den Fall, dass sie gefragt werden ob sie die willenlosen Virals eines Schnellgerichtsherstellers aus Bremerhaven kennen: Versuchen Sie nicht damit zu glänzen eine der wenigen TV-Ausstrahlungen live gesehen zu haben.

10. April 2007

Orientierungslos? Kaufen Sie sich doch eine Zeitschrift

Mehr als die Hälfte aller Zeitschriftenleser vertrauen auf Produktempfehlungen der Redaktion. Dies ergab eine Studie der TNS Emnid Medienforschung.

Eine aktuelle Studie der TNS Emnid Medienforschung analysierte jüngst in einer Stichprobe von rund 1.400 Rezipienten den Einfluss von Zeitschriften bei der Produktempfehlung. Mit 58 Prozent gaben mehr als die Hälfte aller Befragten an, grundsätzlich ein hohes Vertrauen in die Produktvorstellung von Redaktionen zu haben. Zwei Drittel der Umfrageteilnehmer haben sogar schon einmal ein empfohlenes Produkt gekauft oder bestellt. Außerdem bringen über die Hälfte der Befragten Produktberichte und -empfehlungen regelmäßig in das Gespräch mit anderen ein. "Wir sehen, dass Beiträge und Empfehlungen in Zeitschriften tatsächlich zur Orientierung im Produkt- und Dienstleistungsmarkt genutzt werden. Wir können auch feststellen, dass diese Orientierung selbst dann noch funktioniert, wenn hinter redaktionellen Beiträgen oder Empfehlungen "versteckte Werbung" vermutet wird", so Claudia Knoblauch, Studienleiterin bei TNS Emnid.

Die Zeitschrift scheint also entgegen der unzähligen Online-Substitutions- theorien immer noch ein zentrales Element in der Meinungsbildung des Konsumenten zu sein.

08. Januar 2007

Vertriebsunterstützung durch CP

CRM ist zwar in die Jahre gekommen, aber noch immer das dominierende Thema für viele Unternehmen. Doch die meisten CRM-Ansätze beinhalten gar nicht die angestrebte "Integration aller Prozesse vom und zum Kunden". Sie bedeuten nicht mehr und nicht weniger als eine erweiterte Vertriebssteuerung à la Computer Aided Selling.
Um ein CRM zu erreichen, das wirklich von allen Seiten beim Kunden ankommt, müssen wir die Kundenkommunikation des Marketing näher an die operativen Geschäftsbereiche heranrücken. Vertrieb und Marketing müssen gemeinsam einer CRM-Strategie folgen. Hier können die Kundenmedien des CP eine führende Rolle spielen. Ich spreche von Customer Relationsship Communication (CRC). Bei CRC beschränkt sich das Corporate Publishing nicht auf Kundenzeitungen, Imagepflege und Markenstärkung. Vielmehr hilft CP auf dem Fundament einer integrierten Datenbank mit, nach neuen Kunden zu suchen, Interessenten anzusprechen, Bedarfe und Profile abzuklären und auch direkt Umsatz zu generieren. Das Corporate Publishing wird durch CRC zum Katalysator für den Schulterschluss von Marketing und Vertrieb. Hier liegen bei den deutschen Unternehmen noch grosse Reserven brach.

Hier schreiben Fachautoren über neue Trends und Entwicklungen des Corporate Publishing auf dem deutschsprachigen Markt.