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24. November 2008

Was heißt hier noch "Information"?

Irgendwie beschäftigt sie uns alle, die Welt des Bloggens. Für Old-School-Printleute ist sie das Ende aller Kultur. Internetaktivisten sehen im Blog die Zukunft der Demokratie. Beides Quatsch, sagt Medientheoretiker Geert Lovink. Für ihn ist die Bloggerwelt schlicht Teil einer breiten Degeneration: der Degeneration dessen, was wir bisher unter Information verstanden. "Each new blog adds to the fall of the media system that once dominated the twentieth century", sagte Lovink, Chef des Institute of Network Cultures, kürzlich bei einem Vortrag am Londoner Goldsmiths College. "What's declining is the Belief in the Message; that's the nihilist moment and blogs facilitate this culture like no platform has done before." Was ist noch Information, was eine Nachricht, was eine Botschaft, wenn alles und nichts Information ist? Wenn das Internet vor nicht informierender Information überquillt?

Wir müssen uns damit abfinden: Wir leben in gewisser Hinsicht in einer Welt, in der Information und damit auch die journalistische Arbeit ihren heroischen Status verloren hat. "Each new blog entry adds to the slow implosion of our centralized meaning structures", sagt Lovink. "The printed and broadcast message has lost its aura." Die Frage ist, wie man trotz dieser verlorenen Aura bei Lesern so etwas wie Relevanz herstellt. Über Bilder? Design? Storytelling? Bildung von Medienmarken? Alles Ansätze, die in die richtige Richtung gehen. Den Stein der Weisen aber suchen europäische wie amerikanische Großverlage momentan noch. Fakt ist, dass im Journalismus die Zeitenwende, die die Blogs zumindest mit eingeleitet haben, noch nicht gänzlich verstanden wurde. Die Tatsache, dass sich die Informationsgesellschaft, wenn sie überleben will, neu erfinden muss, dämmert erst allmählich.

24. September 2008

Kennst du Internet?

"Kennst du Internet?" Mit dieser Frage eröffnet Bjarne Mädel, besser bekannt als Stromberg-Verlierer Berthold "Ernie" Heisterkamp, einen erstklassigen Monolog über die vermeintlich glamouröse Welt der Interactive-Agenturen.

Der großartige Verbalabriss dient als viraler Hinweis auf die Agenturgründung von "La Red." Eine Hamburger Interactive-Agentur, die im Dezember an den Start geht und ihr Handwerk offensichtlich versteht.

Insider berichten, dass die Agentur nicht nur einen Director sondern sogar einen Art Director in ihren Reihen hat und seiner Zeit sogar das Bildbearbeitungsprogramm "Photoshop" erfunden hat. Chapeau!

28. Juli 2008

Red(y) for digital cinema oder: Warum künftig nur noch die Idee zählt

"Hast du das rot nich' geseh'n?". Eine Frage mit der Policeman Dave Speed, alias Terence Hill, im Komödienklassiker "der Supercop" immer wieder konfrontiert wird wenn ihn seine Superkräfte im Stich lassen:

Künftig wird sich diese Frage wohl auch an Filmschaffende richten, die teure 35 Millimeterproduktionen anbieten und einen Pitch nach dem anderen verlieren: "Hast du die Red nich’ geseh’n'" wird da künftig der ein oder andere Etatverwalter großer Lifestylemarken den Bereichsleiter "FFF" der Werbeagentur fragen.

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Was er damit meint sieht aus wie die Photonenkanone aus einer Star Trek Episode, ist aber nichts anderes als die erste digitale Bewegtbild-Kamera die in Kinoqualität aufzeichnet: Die Red. Red steht für "Red Digital Cinema Camera Company" und ist die Hersteller-Abkürzung dieser digitalen 4K-Kamera.

4K - was ist das denn?

Was sich für den Laien erstmal wie der neue Tarif seiner ohnehin zu teuren Krankenversicherung anhört beschreibt dem Kenner die Auflösung der Kamera: 4K kennzeichnet eine Bildgröße von 4096 x 3072 Pixel. Ergibt über den Daumen gepeilt rund 12,5 Millionen Pixel pro Bild - bewegt wohl gemerkt. Im Verhältnis: Onkel Helmuts Mini-DV-Kamera, mit der er aus jeder noch so trägen Familienfeier den spannendsten Scorsese-Streifen zaubert, operiert mit einer Auflösung von 720 x 576 Pixel. Noch.

Allerdings nicht mehr lange. Denn Red hat bereits für 2009 eine abgespeckte Variante seiner 4K-Kamera für Indiefilmer und damit letztlich auch für den Hobby-Regisseur angekündigt. Was das für die Filmbranche heißt liegt auf der Hand: Mittelfristig wird die bis dato sehr teure und diffizile Technik im High-End-Bereich keine Markteintrittsbarriere mehr sein. Was im Umkehrschluss bedeutet: Künftig zählt lediglich die Idee!

Gute Zeiten also für Onkel Helmut, der nach seiner Karriere im Einwohnermeldeamt Bottrop ohnehin immer mal was mit Medien machen wollte. Vielleicht klingelt ja schon bald der Etatverwalter einer großen deutschen Lifestylmarke bei ihm durch, dem auf Youtube die total abgefahrene Interpretation der Erstkommunion von Helmuts Neffen in's Auge sprang, wer weiß.

Keine Ahnung wie's Ihnen geht, aber ich sehe künftig Red. Und damit für viele professionelle, aber ideenarme Produktionsfirmen rot.

Die Branche über Red:
Was die Branche über die neue Entwicklung von Red denkt gibt's hier in mehreren Interviews zu hören und sehen. Aufgezeichnet - natürlich mit einer Red!

Wer steckt hinter Red?

Der Kopf hinter Red ist Jim Jannard, Gründer und CEO von Oakley Inc. Ein Mann also der weiß, wie man aus dem Nichts seinen Wettbewerb düpiert.

11. Juni 2008

Heute schon geküsst?

Laut Brockhaus definiert sich der Kuss als das "Berühren eines Menschen oder eines Gegenstandes mit den Lippen als Zeichen der Liebe, Freundschaft oder Verehrung".

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Im Kontext der "Mentos-Kiss-Cam" stellt sich dann zwar die Frage ob die nette Blondine am Strand von Surabaya ihre Liebe, Freundschaft, Verehrung oder was auch immer nun der 35 Millimeter-Filmkamera, dem dahinterstehenden Kameramann oder dem Webcam-Nutzer vor dem Schirm schenkt.

Aber ehrlich gesagt ist das auch relativ Wurscht. Die Mentos-Kiss-Cam ist einfach cool gemacht und zeigt, das es da draußen noch Marken gibt die Mut zur Kreativität haben. Also, schnell die Webcam aktivieren und bei den Freshmakern reinklicken. Eine Micro-Site mit Frischegarantie!

28. Februar 2008

Welt-Klasse

Die Welt hat's kapiert. Mit einem werktäglichen "Making of" gibt Springer amüsante Einblicke in die Arbeit der "Welt kompakt"-Redakteure. Eine nette Idee, schließlich kann sich Otto-Normal-Leser nur schwer vorstellen, wie's im modernsten Newsroom Deutschlands so aussieht. Und vor allem, wer sich dort tummelt. Und außerdem: Das der Leser die Redakteuer so auch persönlich kennen lernt, dürfte sich bestimmt positiv auf die Leser-Blatt-Bindung auswirken, oder?

Nett gemacht ist das Format auf jeden Fall:



via turi2.de

14. August 2007

Im Zweifel für den Angeklagten

Die Verhandlung ist eröffnet. Einmal mehr liegt das Netz der Netze auf der Anklagebank. Diesmal wirft man dem Internet vor, maßgeblich am Auflagensterben deutscher Großverlage beteiligt zu sein. Gemeinschafts- kläger sind die Blattmacher unterschiedlichster Publikumsredaktionen. Die Anklage lautet auf Leserberaubung mit Todesfolge in unzähligen Fällen.

Nun, dass die Printauflagen seit Jahren sinken ist eine Tatsache, an der es nichts zu rütteln gibt. Aber das dies explizit an der gesteigerten Relevanz des Mediums Internet liegt ist ein zu einfacher Erklärungsansatz. Und vor allem, er wird durch seine Einfachheit nicht richtiger. Vielmehr sollten sich die deutschen Großverlage die Frage stellen, ob es nicht an mangelnder Inspiration und fehlender Kreativität ihrer so genannten Chefredakteure liegt, dass es in den Letzen Jahren im deutschen Blätterwald bis auf wenige Ausnahmen keine erwähnenswerte Neuerscheinung gab.

Anstatt an neuen, marktgerechten Titelkonzepten zu feilen begnügt man sich Land auf Land ab mit der Lizenzierung ausländischer Objekte. Dabei macht man sich nicht einmal die Mühe die Titel umzubenennen. Ach so, das darf ja aus vertragsrechtlichen Gründen schon nicht passieren. Welch ein Glück. Gut unter dem Aspekt das „Kaufinger Straße“ nur Ansatzweise an den Pathos von „Park Avenue“ herankommt ist das eventuell auch sinnvoll – oder würden Sie das „Magazin der Eitelkeiten“ lesen? Na wer weiß, die derzeitige Kleinstauflage von 80.000 wäre sogar zu schaffen.

Für den Blattmacher, pardon Blattkopisten, dient allerdings nicht nur der internationale Markt als Inspirationsquelle. Auch die heimischen Gefilde bieten unzählige Möglichkeiten, sich in der Kunst des duplizierens zu üben.

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Es gilt lediglich, die Zielgruppen mit der höchsten Titeldichte zu identifizieren und für diese ein weiteres Objekt aufzulegen. Die Konzeptionsphase entfällt und spart dem Verlag bares Geld. Schließlich sind Format, Inhalt und Farbgebung des neuen Magazins schon mehrfach von anderen Verlagen getestet und als praktikabel empfunden worden. Und dort arbeiten ja schließlich auch keine Idioten. Ok, so tief bin ich in der Materie dann auch wieder nicht drin.

Um es auf den Punkt zu bringen: Mit dem Erwachsenwerden des Internets haben Printpublikationen ganz bestimmt eine nicht zu unterschätzende Konkurrenz bekommen. Aber das Internet als Meuchelmörder unzähliger Printpublikationen zu bezeichnen geht zu weit. Deshalb plädiere ich auf Freispruch in allen Anklagepunkten. Die Verhandlung ist damit geschlossen.

15. Mai 2007

Eine Million Blogs in Deutschland

Eine Untersuchung der „Communications Networks“ liefert endlich Aufschluss zur der viel diskutierten Frage, wie viele Blogs in Deutschland tatsächlich existieren. Eine Million der Deutschen Internetgemeinde führt ein eigenes Weblog, über 2,5 Millionen User konsumieren zumindest ab und zu Blog-Content. Mehr als 50 Prozent der Blogger sind zwischen 14 uns 39 Jahre alt, ein Drittel von ihnen hat ein abgeschlossenes Studium oder Abitur.

Etwas überraschend ist das Ergebnis, dass Zeitungen und Zeitschriften zu den bevorzugten Medien der Blogger gehören. Als beliebtestes Format werden Nachrichten- und Computermagazine genannt. Entwarnung also für alle Journalisten die sich bislang von den Bloggern allzusehr bedroht fühlten. Die hohe Magazinaffinität ist wohl ein Indiz dafür, dass professionell gemachte Inhalte weiterhin auch Themenlieferant für einen Großteil der Bloggosphäre bleibt.

Die Studie „Communications Networks (CN) 10.1 Trend“ basiert auf insgesamt 20.711 Befragungen, rund 1.000 davon werden monatlich durchgeführt.

Weiterführende Informationen zur Studie inkl. Download-Möglichkeiten gibt es hier.

10. Mai 2007

Podcasts liegen voll im Trend

Die Nutzung von Podcasts nimmt stetig zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Marktforschungsagentur "House of Research" (siehe Grafik unten). Ein ähnliches Ergebnis lieferte die bereits Ende Januar veröffentlichte Studie von Hubert Burda Media Research in Co-Produktion mit dem Podcast-Pionier Alexander Wunschel. „Podcasting ist der neue Medienkanal der digitalen Generation. Dabei ist es keineswegs nur ein Medium für die Ohren. Es werden mehr und mehr auch Video-Inhalte konsumiert“, erläutert Alexander Wunschel die Entwicklung.

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Mehr als 70.000 Podcast-Angebote sind derzeit weltweit verfügbar. Der durchschnittliche Podcast-Konsum pro Woche und Nutzer beträgt ca. 4,5 Stunden. Der typische Hörer konsumiert regelmäßig etwa zehn Podcasts, wovon über dreiviertel reine Informationsformate sind. Mehr als 70 Prozent der Podcast-Nutzer haben das Medium erst in den letzten zwölf Monaten für sich entdeckt.

13. März 2007

"Wer bloß bloggt um berühmt zu werden scheitert"

Nachdem die Süddeutsche Zeitung kürzlich das „Ende des Blogging-Wahns“ ausgerufen und vor allem das Corporate Blog als gescheitertes Marketinginstrument bezeichnet hat, brechen Katharina Borchert (WAZ-Onlineportal) und Stefan Niggemeier (Bildblog) jetzt im taz-Interview eine Lanze für das neue Medium.

Zwar stellt auch Katharina Borchert ganz klar fest:

„Wer bloß bloggt, um berühmt zu werden, scheitert. Als Leser merkt man sofort, dass da kein Mitteilungsbedürfnis dahinter steckt, sondern nur Egomanie.“

Doch insgesamt zeigen die beiden eine durchaus realistische Zukunft für die Funktion und Wirkung von Blogs auf. Ganz im Gegenteil zur SZ. Dort ist das Ende der Blogs nahezu besiegelt:

„Wie lange Blogs überhaupt noch ein Thema bleiben, ist fraglich. Die Analysten von Gartner kommen zu ernüchternden Prognosen: Die Zahl der aktiven Blogger weltweit wird Mitte 2007 mit rund 100 Millionen ihren Höhepunkt erreichen und dann abstürzen. Bis auf vielleicht 30 oder 40 Millionen.“

Ob diese These lediglich die gesunde Abwehrreaktion auf die größer werdende Relevanz des Bürgerjournalismus ist sei dahingestellt. Das Blogs - zumindest in den USA - einen recht großen Einfluss auf die Arbeit professioneller Schreiber haben zeigt eine Studie von Zogby Interactive. Ihr zufolge haben Blogs für jeden zweiten US-Bürger einen großen Stellenwert innerhalb des konsumierten Medienmix.

Welcher Studie Sie nun glauben schenken möchten müssen Sie selbst entscheiden.

Weitere Informationen zum Thema Blogs und Journalismus:

"Journalisten lesen Blogs", PR-Blogger | 13.03.07

"Das Zusammenspiel von Blogs und Journalismus", PR-Blogger | 13.03.07

28. Februar 2007

PDF-Magazine - Top oder Flop?

Der Gestalter Rainer Berg stellt seit kurzem seine gesammelten PDF-Magazine auf dem Portal pdf-mags.com vor. Jan Tißler, der selbst gerade dabei ist ein eigenes PDF-Magazin als "Low-Budget-Projekt" auf die Beine zu stellen, hat mit ihm unter anderem über die Zukunft von PDF-Magazinen gesprochen.

"Die Zukunft von PDF-Magazinen sieht meiner Meinung nach gut aus, ist es doch ohne großen Kapitaleinsatz möglich ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen", so Berg. Die Faszination des Mediums liege vor allem in seiner sehr einfachen Verbreitung und Darreichungsform. Bestehe doch die Möglichkeit, die Inhalte entweder am Bildschirm zu lesen, oder aber in der selbst ausgedruckten Variante des Magazins zu blättern. "Das Potential von PDF-Magazinen ist noch lange nicht ausgeschöpft. Ich vermisse derzeit allerdings interaktive Elemente, Filme und Töne, die auch ihren Platz im PDF finden können, wobei man Töne natürlich nur schlecht drucken kann", so Berg weiter.

Richtig. Genau aus diesem Grund wage ich zu bezweifeln, ob interaktive PDF-Magazine, gespickt mit Inhalten jeglicher Gattungsform, eine Zukunft haben. Denn der primäre Vorteil dieser Form von Inhaltsverbreitung liegt meines Erachtens genau in der von Berg zuvor angesprochenen Darreichungsform. Ein rein statisch aufgebautes PDF überlässt es dem Leser selbst, ob er das Magazin in seiner Mittagspause am Bildschirm durchklickt, oder dessen Inhalt auf dem abendlichen Heimweg in der U-Bahn gedruckt konsumiert. Sobald sich allerdings Voicefiles und Filme im Magazin finden, wird dem Leser diese Entscheidungsfreiheit genommen und er sieht möglicherweise gänzlich davon ab das Magazin weiter zu lesen.

Außerdem bin ich davon überzeugt, dass für die Kombination von Print- und Multimediainhalten so genannte eZines - also flashbasierte, blätterbare eMagazine - das bessere Trägermedium sind. Erstens ist die Netzabdeckung von Flash um einiges höher als die des PDF-Readers, zum anderen sind die interaktiven und multimedialen Darstellungsformen auf flashbasis viel facettenreicher als in dem doch eher statischen PDF-Format.

Fazit: PDF-Magazine haben durchaus ihre Daseinsberechtigung und bieten sicherlich noch einiges Entwicklungspotenzial. Allerdings nur, wenn sie ihren Vorteil der Offline-Verfügbarkeit beibehalten und auch am Bildschirm eine einfache, möglichst lineare Leseform garantieren.

Weitere PDF-Magazinprojekte:

metamac magazin, ist ein digitales Wochenmagazin für Apple-Fans und erscheint jeden Montag neu zum Preis von 99 Cent.

Der Trüffeljäger, war eines der ersten, professionell gemachten PDF-Magazine in Deutschland. Leider wurde das Projekt im Herbst letzten Jahres eingestellt.

Focus-Campus, ist Deutschlands erstes wöchentliches PDF-Magazin für Studierende.

suchradar, ist das Fachmagazin für Suchmaschinen-Marketing

Wenn ihr weitere Beispiele habt, nur her damit!

02. Januar 2007

X-mas goes Blog

Zweiter Advent - für die Konsumgüterbranche entscheiden die letzten Wochen des Jahres einmal mehr über Sein und Nichtsein. Die globale Einkaufswelle hat inzwischen auch die Blogosphäre erreicht. Nicht umsonst notiert Technorati.com das Stichwort „shopping“ als einen der Top-Tags. Doch es sind kaum Unternehmen, die via Blogs Einkaufsideen in der Blogosphäre lancieren. Warum? Eine einfache Antwort findet sich in Robert Scoble und Shel Israels Naked Conversations. „Good blogging“ heisst für die beiden Autoren unter anderem „Talk, don’t sell“. Sind Blogs also für ein virales Marketing ungeeignet? Dieser Schluss wäre voreilig. Gesucht sind persönlich und authentisch formulierte Verkaufsbotschaften, die auf das Medium Blog zugeschnitten sind. Dies könnte zu einem Revival der Werbefiguren führen. Günter Kaiser von der Hamburg-Mannheimer - die wohl bekannteste deutsche Werbefigur - könnte so als Blogger auferstehen.

Hier schreiben Fachautoren über neue Trends und Entwicklungen des Corporate Publishing auf dem deutschsprachigen Markt.