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"Wer bloß bloggt um berühmt zu werden scheitert"

Nachdem die Süddeutsche Zeitung kürzlich das „Ende des Blogging-Wahns“ ausgerufen und vor allem das Corporate Blog als gescheitertes Marketinginstrument bezeichnet hat, brechen Katharina Borchert (WAZ-Onlineportal) und Stefan Niggemeier (Bildblog) jetzt im taz-Interview eine Lanze für das neue Medium.

Zwar stellt auch Katharina Borchert ganz klar fest:

„Wer bloß bloggt, um berühmt zu werden, scheitert. Als Leser merkt man sofort, dass da kein Mitteilungsbedürfnis dahinter steckt, sondern nur Egomanie.“

Doch insgesamt zeigen die beiden eine durchaus realistische Zukunft für die Funktion und Wirkung von Blogs auf. Ganz im Gegenteil zur SZ. Dort ist das Ende der Blogs nahezu besiegelt:

„Wie lange Blogs überhaupt noch ein Thema bleiben, ist fraglich. Die Analysten von Gartner kommen zu ernüchternden Prognosen: Die Zahl der aktiven Blogger weltweit wird Mitte 2007 mit rund 100 Millionen ihren Höhepunkt erreichen und dann abstürzen. Bis auf vielleicht 30 oder 40 Millionen.“

Ob diese These lediglich die gesunde Abwehrreaktion auf die größer werdende Relevanz des Bürgerjournalismus ist sei dahingestellt. Das Blogs - zumindest in den USA - einen recht großen Einfluss auf die Arbeit professioneller Schreiber haben zeigt eine Studie von Zogby Interactive. Ihr zufolge haben Blogs für jeden zweiten US-Bürger einen großen Stellenwert innerhalb des konsumierten Medienmix.

Welcher Studie Sie nun glauben schenken möchten müssen Sie selbst entscheiden.

Weitere Informationen zum Thema Blogs und Journalismus:

"Journalisten lesen Blogs", PR-Blogger | 13.03.07

"Das Zusammenspiel von Blogs und Journalismus", PR-Blogger | 13.03.07

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