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Korporejt Pablisching? Des mache mer aach!

Wie schön. "Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für Corporate Publishing" - so oder ähnlich kann man's fast täglich in den Kommunikations-Gazetten (nach)lesen. Das freut einen natürlich, denn schließlich leben wir ja davon, dass bedeutende Unternehmen wie "Draht-Meier & Sohn" nunmehr auch dem Reiz von CP erlegen sind.

Und so posaunt der CEO Meier im besten Platt-Hessisch (ersatzweise jede andere Mundart): "Des mache mer jetzt aach". Womit der eloquente Firmenchef die brandneue Firmenpostille meint: vierseitig, dreifaltig, zweifarbig und einsilbig. Denn schon auf Seite 1 (Titelstory!) kommt der Chef zu Wort und - dreizehn Mal ins Bild. Und damit man auf Seite 2 nicht schon vergessen hat, wie denn der Chef von "Draht-Meier & Sohn" aussieht, wird er sicherheitshalber noch 20 Mal abgebildet: Der Chef mit allen drei Mitarbeitern, mit dem Landrat, bei der Einweihung des neuen DIXI-Klo's, am Schreibtisch, am Telefon, am Arbeiten usw. Irgendwie wächst uns da Draht-Meier ans Herz. Sind wir nicht alle Draht-Meiers? Leider erscheint das brandaktuelle Organ nur einmal jährlich, was unser Herz wehmütig werden lässt.

Konzept und Realisation des bahnbrechenden CP-Titels kommt von der Agentur "Hoch & Stapler". Warum haben wir von diesem Unternehmen bisher nichts vernommen? Weil wir keine Ahnung haben! Denn: "Hoch & Stapler sind erfahrene CP-Spezialisten", das haben sie selber geschrieben. In den Kommunikations-Gazetten. Und die haben immer Recht.

Oder sollte ich da was falsch verstanden haben?

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Kommentare

Jaja, der unbedarfte Kunde und wie er sich in Marketing-Dingen versucht. Das ewige Thema. Bei Kommunikationsdienstleistern eigentlich immer aktuell.

In diesem Fall aber mal wieder wunderbar auf den Punkt gebracht. Danke.

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Hier schreiben Fachautoren über neue Trends und Entwicklungen des Corporate Publishing auf dem deutschsprachigen Markt.