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Bürgerjournalismus jetzt auch Offline

In Onlineredaktionen wird sie schon länger diskutiert. Die Auswirkung des Bürgerjournalismus auf professionelle Verlagspublikationen. Vor allem die interaktiven Features des Web 2.0 füttern diese Diskussion stetig mit neuem Zündstoff.

Im Printbereich dagegen hatte man bisher andere Sorgen. Beispielsweise die, dass immer mehr „Content“ in die "neuen Medien" abwandert und dadurch bittere Erlöseinbrüche hingenommen werden mussten - Stichwort Rubrikenanzeigen. Dass der journalistisch interessierte Bürger auch auf diesem Kanal einmal Konkurrent im Bereich der Inhaltserstellung werden würde, daran glaubte wohl niemand. Wurde diesem doch bisher höchstens die Lufthoheit über Such- und Geburtstagsanzeigen überlassen. Wahrscheinlich war das auch gut so. Aber durch die Medienkonvergenz bekommt der Leser jetzt auch hier die Chance, sich aktiv an der Erstellung einer Publikation zu beteiligen.
Wie das funktioniert zeigt das Konzept von myheimat, ein Wochenmagazin, das mittlerweile in 17 Kleinstädten Süddeutschlands erscheint und komplett von Bürgerjournalisten produziert wird. "Im myheimat-Magazin wird gedruckt, was Sie schreiben und fotografieren", verspricht der Begrüßungstext auf der Website. Neben dem Printmagazin versorgen die "Hobbyjournalisten" natürlich auch die Website mit ihren Inhalten.

Der kritische Leser stellt sich an dieser Stelle zu Recht die Frage, ob diese Art von Journalismus künftig die Arbeit von professionellen Lokalredakteuren ersetzt. Ich denke soweit wird es nicht gehen. Aber wer sich das Magazin genauer anschaut wird merken, dass die Qualität der Inhalte durchaus mit jedem regionalen Wochenanzeiger mithalten kann. Wie gut die Idee ist beweist übrigens auch die Tatsache, dass die Verleger von „myheimat“ bereits seit Projektstart eine schwarze Null schreiben. Die weitere Entwicklung bleibt sicher spannend.

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